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Begegnung bewegt! Erfolgreiches Projekt geht in die 2. Runde

„Mit „Hallo! Schalom! Selam! Privjet! Gemeinsam gegen Vorurteile“ wollten wir bewusst einen neuartigen Vorstoß wagen, neue Akzente in der Antidiskriminierungsarbeit setzen und eine ungewöhnliche Konstellation von Projektpartnern eingehen“, so der Geschäftsführer Kenan Küçük.

Ein gemeinsames Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus zu setzen, war das oberste Ziel der Projektpartner, und interkulturelle Begegnungen sollten der Weg dorthin sein.

Der Rabbiner Avichai Apel zeigte sich in Dortmund von der Projektumsetzung überzeugt: „Begegnung ist ein wunderbares Mittel, um Mauern zu durchbrechen und Berührungsängste abzubauen.“

Jüdisch-Muslimischer Dialog

Verena Droste, Alexander Krimhand, Zeynep Yıldızhan und Çiğdem Armağan haben die interkulturellen Jugendbegegnungen initiiert. „Besonders wichtig war es uns, den jüdisch-muslimischen Dialog im Westfälischen Ruhrgebiet anzustoßen, zu vertiefen und nachhaltig zu gestalten. Bundesweit bietet kein anderes Projekt jungen Juden, Muslimen und Aleviten regelmäßig diesen besonderen Raum, um einander kennenzulernen und voneinander zu lernen,“ sagt die Projektleiterin Verena Droste.

Insgesamt hat das Team in den letzten drei Jahren rund 60 verschiedene Aktivitäten mit jungen Menschen in der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit im Westfälischen Ruhrgebiet umgesetzt: Kreativprojekte im Bereich Theater und Film, Exkursionen und Gemeindebesuche, sowie Workshops, Vorträge und Fortbildungen gehörten dazu.

„Unser Team war für die Jugendlichen dabei oftmals ein Vorbild. Sie haben an uns gesehen, dass eine gute interkulturelle Verständigung funktionieren kann“, zeigt sich Alexander Krimhand von der Jüdischen Gemeinde Dortmund überzeugt.

„Es konnten Brücken zwischen verschiedenen Glaubenseinrichtungen gebaut und Nähe und Vertrauen geschaffen werden“, bestärkt die Projektmitarbeiterin Zeynep Yıldızhan.

Erfolge

 „„Waren das heute alles Juden? - Die sahen gar nicht so aus“, sagte ein Jugendlicher nach einer Veranstaltung einmal zu mir. Das zeigt, dass Begegnungen irritieren können, im positiven Sinne! Die persönlichen Erfahrungen bringen starre, vorgefertigte Bilder in Bewegung“, erzählt Verena Droste begeistert.  

Erfreulich ist auch, dass die Identifikation der Jugendlichen mit dem Projekt stetig gestiegen ist und sie ihre positiven Erfahrungen  und „Aha“ – Erlebnisse weitergeben. „Jugendliche erzählen mir, dass sie sich mittlerweile einmischen, wenn auf dem Schulhof jemand mit „Du Jude“ angesprochen wird. Sie sprechen auch im Elternhaus, im Freundeskreis und vor allem in der Schule von ihren positiven Erfahrungen mit Jugendlichen anderer Herkunft und Religion“ berichtet die Projektmitarbeiterin Çiğdem Armağan.

 

Für das große Engagement im Bereich des interkulturellen Dialogs wurde das Projekt gleich zweimal ausgezeichnet; im Dezember 2013 mit dem Integrationspreis „Vielfalt bewegt“ der Bezirksregierung Arnsberg und 2011 mit dem Integrationspreis der Stadt Dortmund.

Es geht weiter!

Die bisherige Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN lief am 30.4.14 nach drei Jahren aus. „Ich freue mich daher ganz besonders, dass wir noch ein weiteres Jahr in der gleichen Projektkonstellationen mit Mitteln des Europäischen Integrationsfonds an unserem Projekt weiterarbeiten dürfen. Das ermöglicht uns, die Fundamente der bisher gebauten Brücken zu stärken, unsere Themen, Ziele und Methoden noch fester im Westfälischen Ruhrgebiet zu verankern und die Netzwerkarbeit weiter auszubauen“, freut sich die Projektleiterin Verena Droste.

Publikation zum Projekt

Das Multikulturelle Forum hat eine Broschüre zum Projekt „Hallo! Schalom! Selam! Privjet! Gemeinsam gegen Vorurteile“ herausgebracht. Darin sind verschiedene Aktivitäten dokumentiert und wichtige Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen für die interkulturelle Jugendarbeit festgehalten. Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden unter:

E-Mail: droste@multikulti-forum.de, Tel. 0230630630-22.