Impressionen von der Preisverleihung:

Preisverleihung auf Haus Opherdicke

„Sie kommen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach, die sichern den eigenen Erfolg und sie stärken das westfälische Ruhrgebiet als Wirtschaftsstandort. Sie sind also in dreifacher Hinsicht preiswürdig“ so brachte es Kenan Küçük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums bereits in der Grußrede auf den Punkt. Die Betriebe, die sich für den Preis beworben hatten, hätten die Zeichen der Zeit erkannt, in dem sie auf interkulturelle Kompetenzen und auf kulturell vielfältiges Personal setzten. In diesem Jahr konkurrierten 20 Betriebe aus dem westfälischen Ruhrgebiet um den Preis, der bereits zum siebten Mal in Folge verliehen wurde. Hinter dem Preis steht das Multikulturelle Forum gemeinsam mit der Stadt Dortmund, die Wirtschaftsförderungen Kreis Unna und Hamm, die IHK zu Dortmund, die Handwerkskammer Dortmund sowie der Verein Selbständiger Migranten aus dem Kreis Unna/Hamm/Dortmund e.V.

Auf der Preisverleihung am 13.11.2012 auf Haus Opherdicke in Holzwickede war es zunächst Jurymitglied Martin Löckmann von der Wirtschaftsförderung Hamm, der zwei Betriebe ehren durfte. Die Fleischerei Krutzke aus Hamm und die Bäckerei und Konditorei Kanne aus Lünen erhielten die „besondere Anerkennung der Jury“. Löckmann betonte in seiner Begründung, die Vielfalt der Region spiegele sich in der Belegschaft dieser Unternehmen wider. Bäckerei Kanne sei besonders an verschiedenen Ausbildungskampagnen beteiligt und präge Offenheit und Wertschätzung als Unternehmenswerte:  „Der Betrieb verbindet auf vorbildhafte Weise Tradition und Vielfalt miteinander.“ Bei der Fleischerei Krutzke hingegen sei es schon bemerkenswert, dass sie acht Mitarbeitende aus drei verschiedenen Nationen beschäftige. Insbesondere das persönlische Engagement des Inhabers Rainer Krutzke, der sich insbesondere für die Weiterbildung und Unterstützung seiner Auszubildenden mit Migrationshintergrund einsetzt, sei vorbildhaft, so Löckmann.

Die Laudatio auf den Hauptpreisträger hielt die stellvertretende Landrätin Ursula Sopora, die den diesjährigen Schirmherrn, Landrat Michael Makiolla krankheitsbedingt vertrat. Als Preisträger des Interkulturellen Wirtschaftspreises wurde in Anwesenheit von über hundert geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung die Physiotherapiepraxis und das Gesundheits- und Wellnesszentrum Balancée plus aus Dortmund ausgezeichnet. Überzeugt hat der Betrieb zum einen durch sein breites Angebot für verschiedene Zielgruppen in seiner Standortumgebung, der Dortmunder Nordstadt, in der die kulturelle Vielfalt zu Hause ist. So bietet das Unternehmen Sportkurse in deutscher Sprache speziell für Frauen mit Migrationshintergrund an, die hier nicht nur etwas für ihre Gesundheit tun, sondern nebenbei auch ihre Sprachkenntnisse verbessern können. Mit dem offenen multikulturellen Frühstücksangebot fungiert das Zentrum als Anlaufstelle und Treffpunkt im Stadtteil. Durch das multikulturelle Personal gelinge es dem Unternehmen, verschiedene Zielgruppen anzusprechen und Angebote passgenau zu formulieren, so die Jurybegründung, die Sopora verlas. Auch das persönliche Engagement der Inhaberin Ayşe Özdemir überzeugte die Jury: Die Physiotherapeutin setze sich vorbildlich für die Sensibilisierung und Information junger Frauen mit Migrationshintergrund zum Thema Ausbildung und berufliche Perspektive ein, so die Jury.