Interkultureller Wirtschaftspreis 2011

Preisverleihung bei der Handwerkskammer Dortmund

"Bei uns zählt nicht, wo man herkommt. Sondern wo man hinwill", erklärte der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, Otto Kentzler, gleich zu Beginn seiner Rede. Weiter führte er aus, dass der chancengerechte Zugang für Migrant*innen zu Ausbildung, Beruf und Selbständigkeit im Handwerk an oberster Stelle stehe. In seiner Funktion als Präsident der Handwerkskammer Dortmund war Otto Kentzler Gastgeber bei der Verleihung des Interkulturellen Wirtschaftspreises am 16. November 2011, den das Multikulturelle Forum mit seinen Partnern (neben der HWK Dortmund die IHK Dortmund, die Migrations- und Integrationsagentur Dortmund, die Wirtschaftsförderungen in Hamm und im Kreis Unna sowie der Verein Selbständiger Migranten im Kreis Unna/Hamm/Dortmund e.V.) zum nunmehr sechsten Mal ausgeschrieben hatte. Ausgezeichnet wurde die Schrenzenmaier GmbH & Co. KG aus Schwerte für ihre vorbildhafte interkulturelle Personalpolitik.

Gewinner und Partner des IWP 2011
© Isabella Thiel

Hauptpreis für Schrenzemaier GmbH & Co. KG

Mit rund 53 Mitarbeitenden und 10 Auszubildenden befasst sich die Schrenzenmaier GmbH & Co. KG mit Lösungen für kältetechnische Ausstattung für alle Betriebsgrößen. Ihre Personalstrategie zeichnet sich durch die Wertschätzung der Potenziale und Fähigkeiten der kulturell vielfältigen Belegschaft sowie den bewussten Einsatz von interkulturellen Kompetenzen aus. Der Einsatz der Sprach- und Kulturkompetenzen der Mitarbeitenden zeugt nicht nur von einer Wertschätzung für die kulturelle Herkunft des Personals, sondern bringt handfeste unternehmerische Vorteile mit sich, beispielsweise in der verbesserten Abstimmung mit Lieferanten aus dem Ausland.

Nicht zuletzt stellt die vorbildliche Personalpolitik, insbesondere das Engagement für die betriebliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, gerade auch in der Ausbildung, sicher, dass das Unternehmen nicht vom Fachkräftemangel betroffen ist. "Wir werden auch weiterhin unsere Strategie verfolgen und Personal mit Migrationshintergrund einstellen", bekräftigt Betriebsinhaber Egon Schrezenmaier bei seiner Dankesrede, "denn so sichern wir unsere Fachleute und damit auch die Zukunft unserer Firma".

Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Ullrich Sierau bei der Verleihung des IWP 2011
© Isabella Thiel

Besondere Auszeichnungen für Friseurgeschäft und Modewerkstatt

Eine besondere Auszeichnung für ihr Engagement verlieh die Jury der Modewerkstatt Klenner aus Werne und dem Friseurgeschäft "Seval`s Tram" aus Dortmund. In der Modewerkstatt Klenner haben von acht Angestellten fünf einen Migrationshintergrund. Sie kommen aus Russland, der Trükei, Polen, Portugal und Pakistan. Vielfalt ist für Geschäftsführerin Kerstin Klenner-Willmann eine Bereicherung, etwa bei der Betreuung nicht-deutschstämmiger Kund*innen.