Interkulturelle Öffnung

Erkenntnisse, Erfahrungen und aktuelle Angebote für Betriebe und Verwaltungen

Bunte Spielfiguren, eine Farbe ist unter einem Glasdeckel

Was bedeutet "Interkulturelle Öffnung"?

Wir leben in einer Gesellschaft der Vielen, mit unterschiedlichen Lebensentwürfen, Sprachen und kulturellen Deutungsmuster. Diese Vielfalt muss sich auch in Unternehmen, Verwaltungen, Vereinen und Verbänden widerspiegeln, denn nur so kann Partizipation und Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen sichergestellt werden. 

Durch "Interkulturelle Öffnung" sollen mögliche Barrieren und Ausschlussmechanismen in Organisationen identifiziert und abgebaut werden, damit alle Menschen unabhängig von Herkunft und sozialem Status gleichberechtigten Zugang zu Produkten und Dienstleistungen haben.

Erreicht wird dies beispielsweise durch die gezielte Gewinnung von Mitarbeitenden oder Mitgliedern mit unterschiedlichen Zuwanderungs- oder Sozialisationserfahrungen, aber auch durch diversitätsorientierte Weiterbildung und Personalentwicklung sowie durch zielgruppenadäquate Angebote und Kommunikationsstrategien.

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Interkulturelle Kompetenzen - was steckt dahinter?

Kann ich unterschiedliche Farbtöne erkennen? Gibt es für mich nur Kultur A oder B oder kann ich unterschiedliche Nuancen von kulturellen Identitäten erkennen? Bewerte ich Verhaltensweisen nur mit der Kulturbrille oder schaue ich mir Situationen kontextspezifisch an?

Dies sind nur einige wenige Fragen, die man sich in der Auseinandersetzung mit interkultureller Kompetenz stellen sollte. Doch was genau ist interkulturelle Kompetenz überhaupt? Und wie erkenne und messe ich diese Kompetenz konkret? 

Versuchen Sie es doch zunächst einmal selbst herauszufinden. Unser Lern- und Reflexionsparcours aus dem Projekt VielfaltPlus hilft Ihnen dabei:

 

Starten Sie den Parcours

Stereotype und Vorurteile

Ein wesentlicher Bestandteil von interkulturellem Lernen ist das kritische Hinterfragen eigener Denk- und Wahrnehmungsmuster. Diese werden durch unterschiedliche Stereotype und Vorurteile beeinflusst.

In vielen unserer Seminare und Exkursionen haben wir dieses Thema immer wieder aufgegriffen und mit unterschiedlichen Methoden daran gearbeitet:

Woher stammen unsere Vorurteile? Wie bestimmen diese mein Denken und Handeln? Kann man überhaupt frei von Vorurteilen sein? Und was können wir gegen Vorurteile unternehmen?

Im folgenden Podcast erfahren Sie mehr darüber:

Bilder im Kopf - Der VielfaltPlus-Podcast zum Thema Stereotype&Vorurteile

Kulturelle Vielfalt als Potenzial

Ob für öffentliche Verwaltungen oder Privatunternehmen, für Führungskräfte oder für Angestellte. Wir vermitteln interkulturelle Kompetenzen, um ihnen den Arbeitsalltag zu erleichtern, nicht um ihn zu erschweren. Denn:

Interkulturelle Kompetenz stärkt die Handlungssicherheit und führt letztlich zu besseren Ergebnissen, sowohl für die Beschäftigten als auch für deren Kund:innen und Klient:innen. 

Auch als Gruppe oder Organisation profitieren wir von kultureller Vielfalt. Denn kulturell heterogene Teams haben positive Auswirkungen auf deren Gesamtleistung, z.B. aufgrund des höheren Innovationspotenzial oder der gesteigerten Kreativität.

Doch welche Einflussfaktoren führen zu erfolgreicher interkultureller Teamarbeit? Dieser Frage widmete sich Prof. Dr. Anke Weber vom Lehrstuhl für Interkulturelle Forschungsmethoden und Statistik an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Sie beschäftigt sich in ihrem Forschungsprojekt "BeKuDi" (Benefits kultureller Diversität) mit den Einflussfaktoren für erfolgreiche interkulturelle Teamarbeit. Drei Ebenen wurden hierfür unter die Lupe genommen: 

  • Organisation (Führung, Organisationskultur, Trainings, Informationsverteilung)
  • Team (Aufgabenstruktur, Teamzusammensetzung, Gruppenidentifikation)
  • Individuum (Sprache, Persönlichkeitsmerkmale, Umgang mit Fremden, Identitäten)

Welche Methoden dabei angewandt wurden und zu welchen Ergebnissen das Forschungsprojekt kommt, erfahren Sie im folgenden Informationsvideo:

VielfaltPlus: Instrumente für Führungskräfte auf dem Weg zu mehr Diversität (BeKuDi)

Mit VielfaltPlus zu mehr Handlungskompetenz

Immer mehr Unternehmen und öffentliche Verwaltungen erkennen die Vorzüge einer interkulturell kompetenten und vielfältig aufgestellten Organisation. Mit ganz unterschiedlichen Strategien und Maßnahmen initiieren und implementieren sie in ihren Einrichtungen interkulturelle Öffnungsprozesse, um ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu verbessern und sich in Zeiten eines steigenden Fachkräftemangels als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

Zu diesem Zweck nehmen auch immer mehr Betriebe und Behörden externe Unterstützung in Anspruch. Als Facheinrichtung und Weiterbildungsträger verfügen wir über jahrzehntelange Erfahrungen auf dem Gebiet der Interkulturellen Öffnung.

Das im Jahr 2018 gestartete Projekt VielfaltPlus war gewiss nicht unser erstes Projekt auf diesem Gebiet. Mit insgesamt vier beteiligten Jobcentern, einer Kommunalverwaltung und zwei Landesbehörden basierte das Projekt jedoch auf einem sehr breiten Bündnis aus regionalen Partnern zurück.

Inzwischen beteiligen sich auch die Bezirksregierung Arnsberg sowie die Polizeipräsidien in Dortmund, Hamm und im Kreis Soest an unserem Projekt. Dies ermöglichte uns, interkulturelle Öffnung in einem breit aufgestellten Handlungsfeld und auf ganz verschiedenen Organisationsebenen voranzutreiben.

Interkulturelles Lernen

Bei der interkulturellen Kompetenzvermittlung geht es nicht darum, Sicherheit im Umgang mit einer vermeintlichen „Kultur A“ zu gewinnen oder der Frage nachzugehen „wie ticken ‚die‘“. Es geht viel mehr darum, Berührungsängste abzubauen, Ambiguität in interkulturellen Situationen auszuhalten, die eigene individuelle Haltung zu hinterfragen, für Machtasymmetrien zu sensibilisieren und durch einen Perspektivwechsel Handlungsalternativen zu entwickeln.

Im Rahmen des Projekts „Vielfalt Plus – Interkulturelle Öffnung von Verwaltungen“ haben wir durch verschiedene Methoden dazu beigetragen, eine Haltung für Vielfalt zu entwickeln und auf Machtungleichheiten und Diskriminierungen aufmerksam zu machen.

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, dem Jobcenter Dortmund, dem Jobcenter Kreis Unna, dem Jobcenter Kreis Gütersloh, dem Amt für Bezirksangelegenheiten der Stadt Hamm, der Polizei Dortmund und der JVA Iserlohn, haben wir uns zwei Jahre lang intensiv mit kultureller Vielfalt aus einer intersektionalen Perspektive heraus beschäftigt.

Nach 35 Seminaren, 16 Exkursionen, vier Fachforen und einem Runden Tisch mit insgesamt 705 Teilgenommenen können wir festhalten:

Interkulturelle Öffnung ist ein aktiv zu gestaltender Prozess, der auf allen Ebenen verankert werden muss: bei den Führungskräften ebenso wie in der Personalentwicklung, in der Kompetenzentwicklung der Belegschaft ebenso wie in Maßnahmen der Antidiskriminierung.

Möchten auch Sie von unserer Expertise auf dem Gebiet der interkulturellen Öffnung profitieren?

Interessierten Behörden und Unternehmen bieten wir gerne unser Know-How im Umgang mit kultureller Vielfalt an. In diesem Zusammenhang vermitteln wir:

  • passgenaue Seminare von Antidiskriminierung bis Zuwanderung (auch online)
  • vielfältige Einblicke vor Ort (Exkursionen, Stadtteilführungen, Kennenlerntische u.v.m.)
  • starke Vernetzung von Fachkräften (kollegialer Austausch, Runde Tische, Fachtagungen etc.)

Mit unserem Format "Vielfalt-Snacks am Morgen" haben Sie jederzeit die Möglichkeit, einen Einblick in unsere Themenwelt zu erhalten. Mit kurzen Inputs, Interaktionen und Diskussionsangeboten bieten wir einen Vorgeschmack auf die unterschiedlichen Veranstaltungsangebote. Die kostenlosen "Vielfalt-Snacks" sind offen für alle interessierten Unternehmen und Verwaltungen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Gemeinsam finden wir das passende Setting für Ihre Organisation.

Gefördert von

Das Projekt "VielfaltPlus - Interkulturelle Öffnung von Verwaltungen" wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.